11.01./20°° Lüül & Band

20,00 

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Beschreibung

Er war einer der 17 Hippies, doch der Reihe nach. Es ist wohl Lüüls Stimme, die einen unmittelbar für seine Lieder einnimmt, einen aufnimmt. Lüüls sympathisches Timbre, die freundliche Rauheit des Gesangs, die einem Berliner eigene Schnoddrigkeit, gepaart mit polyglotter Weltläufigkeit, umarmen uns wie gute Gastgeber, de- ren Fremdenzimmer man gerne bezieht.
Lüül ist voller Geschichten. Kein Wunder, bei diesem Leben, nachzulesen in seiner kurzwei- ligen Autobiographie. Der Mann hat echt Strecke gemacht. Von West-Berlin raus in die weite Welt. Wo Berliner doch so gar nicht gerne reisen. Für Lüül gelten ohnehin andere Koordina- ten: Eichkamp – Paris – New York. Oder auch: Agitation Free und Ash Ra Tempel, Nico, Rocktheater Reineke Fuchs und die 17 Hippies, Gitarre und Banjo.
Und plötzlich sitzt man unter lauter Desperados auf einem stinkenden Kutter mit ohrenbetäu- benden Antrieb. Alles ist fern, außer vielleicht die Sonne. Wir aber schauen mit Lüül aufs Meer und fühlen nichts als Wonne, hören Lieder, die vom Unterwegssein handeln, von Fern- weh und Sehnsucht, vom Ankommen. Einige Stücke dieses Albums hat Lüül vor Jahrzehnten geschrieben und nun endlich aufgenommen und dafür – wenn nötig – den Text behutsam der Zeit angepasst. Wegsehen ist keine Lösung. Woran man nicht denken mag, darüber muss man eben singen.